Veröffentlicht am: 01-08-2015

Welches Geschäftsmodell eignet sich für eine Online-Zeitschrift?

Die Verlagswelt steht nicht still. In vielen Verlagen sucht man deshalb nach neuen Verdienstmöglichkeiten für Online-Inhalte. Beispiele dafür sind interessante Initiativen wie jene der Journalismus-Plattform De Correspondent und des Online-Kiosks Blendle. Doch was sind eigentlich die möglichen Geschäftsmodelle für interaktive Online-Zeitschriften?

Responsiv gestaltete Werbung

Ebenso wie in den Printmedien kann der Kunde in Ihrer Online-Zeitschrift inserieren. Dabei muss jedoch auf die Eignung der Anzeigen für verschiedene Gerätekategorien geachtet werden. Die Anzeigen sollten adaptierbar gestaltet werden, so dass bei einer Werbekampagne geräteübergreifend die gleiche Botschaft verbreitet wird.

In Online-Zeitschriften kann man genau beobachten, ob die Anzeige an einem Tischrechner, einem Tablet oder einem Handy betrachtet wurde. Und man kann sofort messen, wie viele Personen die Anzeige gesehen oder angeklickt haben, und zudem feststellen, wie viele Kontaktaufnahmen es gegeben hat. Diese Informationen ermöglichen es, den ROI Ihrer Anzeigen zu bestimmen. Neben der Messbarkeit kann in einer digitalen Anzeige auch eine viel größere Menge an multimedialen Inhalten (wie Video oder Musik) untergebracht und beispielsweise ein Handlungsaufruf personalisiert werden.

Native Advertising

Native Advertising ist eine Form der Werbung, in der sogenannter "sponsored content" (auch "branded content", also Markeninhalte) verwendet wird. Verlage und Medienunternehmen gehen innovative Partnerschaften mit Marken ein und müssen für kreative und relevante Inhalte sorgen. So erstellt etwa BuzzFeed Inhalte (überraschender Art), die von der Automarke MINI gesponsert werden.

Branded-Content

Das Native Advertising bietet den Vorteil, dass diese Werbung von Verbrauchern viel höher geschätzt wird als herkömmliche Online-Anzeigen. Überdies lässt sich Native Advertising sehr gut auf mobilen Geräten betrachten. Allerdings muss der gesponserte Inhalt von guter Qualität sein. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit der Inhalte nicht leidet.

Online-Zeitschriften eignen sich sehr gut für Markeninhalte. Es lassen sich wunderschöne Bildgeschichten erzählen, ohne dass die Lektüre langweilig wird. Ein Beispiel für eine Online-Zeitschrift, in der Native Advertising verwendet wird, ist die Kooperation zwischen Zoom.nl (dem Verlag) mit Bol.com (der Marke).

Schlagzeilenwerbung

Durch die Bereitstellung von Werbeflächen (Display Bannering) können Sie Drittparteien die Möglichkeit bieten, in Ihrer Online-Zeitschrift zu werben. Online-Banner sind ein logischer Schritt beim Aufbau eines Geschäftsmodells, doch der Einsatz von Bannern ist kein Garant für Gewinn. Zudem gilt es, vor dem Phänomen der Bannerblindheit auf der Hut sein: Je stärker die Äußerung einer Anzeige ähnelt, desto größer ist die Zahl der Nutzer, die sie ignorieren. Testläufe sind stets eine Möglichkeit.

Bei der Verwendung von Bannern bieten sich verschiedene Verdienstmöglichkeiten an:

  • CPM (Cost Per Mille)
    Tausend-Kontakt-Preis (Kosten je 1000 Aufrufe).
  • CPC (Cost Per Click)
    Kosten pro Klick. Das bedeutet, dass ein Inserent nur zahlt, wenn ein Banner angeklickt wird.
  • CPM + CPC (Cost Per Mille + Cost Per Click)
    Tausend-Kontakt-Preis + Kosten pro Klick.
  • CPweek (Cost Per Week) Kosten pro Woche. Es wird ein fester Betrag für einen Werbezeitraum von einer oder mehreren Wochen vereinbart.
  • Fixed-price
    Ein fester Pauschalpreis für einen definierten Zeitraum.

Der Verlag TimeOut, der rund um die Welt seine "City Guides" veröffentlicht, hat seine Online-Zeitschrift zum Beispiel vollständig in das Banner-Management-System DoubleClick von Google eingebunden. Damit bieten Sie externen Partnern die Möglichkeit, in Ihrer Zeitschrift Werbung zu machen! Hier können Sie sich die Zeitschrift von TimeOut ansehen.

Display Advertising

Abo-Service

Es gibt die Möglichkeit, den Leser per Abonnement für Online-Inhalte zahlen zu lassen. Man muss ihm dafür jedoch einen nachweisbaren Mehrwert bieten, für den es nur wenige oder gar keine Alternativen gibt. Bei allgemeinen Nachrichtenangeboten wird sich der Erfolg in Grenzen halten, doch Nischen und Fachgebiete bieten durchaus Chancen. Ein Beispiel aus der Lebensmittelbranche ist das Konzept von EVMI. In diesem Bereich können Online-Zeitschriften sehr gut eingesetzt werden.

Freemium

Freemium ist ein Geschäftsmodell, bei dem ein Artikel oder Inhalt teilweise kostenlos angeboten wird, während der Nutzer für den Zugang zum Gesamtinhalt bezahlen muss. Die hochwertigen Inhalte sind den Abonnenten vorbehalten. Zoom.nl zum Beispiel nutzt seine Online-Zeitschrift als kostenlose Kostprobe für die gedruckte Ausgabe.

Kontaktgewinnung

Ein Online-Verlag kann sich auf die Bedürfnisse von Nutzern richten, die nach spezifischen Informationen suchen. So kann man zum Beispiel ein Infoblatt zu einem bestimmten Thema verfassen, das auf die Wünsche der Leser zugeschnitten ist. Die Leser sind oft bereit, Ihnen persönliche Angaben im Tausch gegen Ihren wertvollen Inhalt zu überlassen. Auf diese Weise erhalten sie Zugang zu diesen Inhalten und können Sie eine interessante Datenbank aufbauen (und dabei möglicherweise Umsatz machen). Eine Win-Win-Situation also! Sehen Sie sich in diesem Zusammenhang auch unsere Whitepaper-Zeitschrift an.

Seien Sie innovativ und flexibel

Die Verlagswelt ist ständig in Bewegung, und für einen geschickten Umgang mit Geschäftsmodellen muss man innovativ und kreativ sein. So hat das Weblog Marketingfacts vor kurzem ein Geschäftsmodell mit der Bezeichnung "device manufacturer-sponsored access" eingeführt. Bei diesem DMSA-Modell ist der Zugang zur mobilen Version der Webseite ausschließlich den Nutzern von Handys und Tabletcomputern jener Marken vorbehalten, die mit Marketingfacts einen entsprechenden Vertrag geschlossen haben. Nur mit einem Gerät der richtigen Marke also kann die Webseite optimal genutzt werden.

Die Möglichkeiten in Bezug auf Online-Inhalte sind jedenfalls umfangreich. Funktioniert etwas nicht? Testen Sie es, seien Sie flexibel und passen Sie eventuell Ihr Geschäftsmodell an.

Möchten Sie Ihre Ideen einmal mit uns besprechen? Rufen Sie einfach an: (0031 20) 303 2822, oder schreiben Sie eine E-Mail an daan@instantmagazine.com.

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